
THE WORK
BEFORE THERE WAS

NICHT JEDE GESCHICHTE
BEGINNT DORT, WO SIE ERZÄHLT WIRD
Mich interessiert, was für Menschen möglich werden kann – und was sie dafür brauchen.
Diese Frage begleitet mich seit mehr als 16 Jahren.
Ich habe früh erlebt, wie leicht ein Mensch beginnt, das Bild von sich selbst aus dem zu formen,
was ihm widerfahren ist. Wie schnell eine Erfahrung zu einer Geschichte wird. Und eine Geschichte
zu einer Vorstellung davon, wer man ist. Später begegnete mir dieselbe Frage immer wieder.
In Führung und Marketing, im Hospiz und in der Auseinandersetzung mit Religion und Sinn.
Und vor allem in mehr als 30.000 Begegnungen mit jungen Menschen. Keine dieser Welten gab mir eine endgültige Antwort. Aber jede von ihnen hat meinen Blick auf dieselbe Frage immer weiter vertieft.
Vielleicht liegt genau darin der Ursprung dieser Arbeit. In der Erfahrung, dass ein besonderer Moment verändern kann, was lange fest schien. Und in der Vorstellung, dass das heute Sichtbare
noch nicht alles darüber erzählt, was möglich werden kann.
Ich arbeite nicht mit jungen Menschen,
weil ich alle Antworten kenne.
Sondern weil ich weiß, wie viel sich verändern kann,
wenn ein Mensch wieder mehr für sich und sein
Leben für möglich hält.
"Ein Hoffnungsschenker und
Herzensmensch..."
Ciara, 14 Jahre und Nika, 17 Jahre
Teilnehmerinnen nach einem Workshop

WIE AUS EINER FRAGE WIRKLICHKEIT WIRD
Mit den Jahren habe ich verstanden, dass diese Frage auch dort Bedeutung bekommt, wo aus innerer Veränderung etwas für andere entsteht. Denn wenn ein Mensch beginnt, sich selbst anders zu sehen,
verändert sich nicht nur, was er für sein eigenes Leben für möglich hält.
Es kann auch etwas entstehen, das über ihn selbst hinausreicht. Eine Idee, ein Unternehmen,
ein Ort, eine Gemeinschaft – etwas, das anderen dient. Vielleicht liegt genau darin die Verbindung
zwischen innerer Veränderung und Gestaltung. Aus Vorstellung kann Vertrauen entstehen,
aus Vertrauen Verantwortung und daraus die Kraft, etwas Wirklichkeit werden zu lassen.
Daraus sind unterschiedliche Formen meiner Arbeit entstanden:
Change History schafft Erfahrungen. Ethictrain gibt dem, was daraus wachsen kann, einen Ort.
The First Yes richtet denselben Blick auf ausgewählte Ideen und unternehmerische Vorhaben,
die für andere Bedeutung gewinnen können.

Heute zeigt sich diese Arbeit auf Bühnen, in Erfahrungsräumen, in Gemeinschaft
und dort, wo aus einer Idee etwas Wirkliches entsteht.
Was sie verbindet, ist eine Haltung: Die Geschichte eines Menschen erzählt nie alles
darüber, was für ihn möglich ist. Und manchmal braucht es keine endgültige Antwort.
Sondern eine Erfahrung, durch die etwas anderes vorstellbar werden kann.
