
THE WORK
BEFORE THERE WAS
Ich arbeite nicht mit jungen Menschen, weil ich alle Antworten kenne.
Sondern weil ich weiß, wie viel sich verändern kann,
wenn ein Mensch sich selbst neu erlebt.

NICHT JEDE GESCHICHTE
BEGINNT DORT, WO SIE ERZÄHLT WIRD
Mit den Jahren kamen neue Erfahrungen dazu. Verantwortung. Führung. Die Welt des Marketings.
Die Arbeit im Hospiz. Und die Auseinandersetzung mit Religionen, Philosophie und den Fragen,
die Menschen seit jeher bewegen.
Und unzählige Begegnungen. Mehr als 30.000 mit jungen Menschen. Jede anders.
Keine dieser Erfahrungen gab mir eine einfache Antwort. Und doch führte mich jede Begegnung
zurück zu derselben Frage:
Was braucht ein Mensch wirklich, wenn Wissen allein nicht mehr ausreicht, um sich selbst anders zu sehen?
Vielleicht ist genau das der Ursprung dieser Arbeit. Nicht der Wunsch, Menschen zu verändern.
Sondern ihnen einen Moment zu ermöglichen, in dem sie sich selbst neu begegnen.
Manche beginnen mit Fragen. Fragen, die lange bleiben.
Lange bevor es Antworten gibt.
Lange bevor daraus eine Arbeit werden kann.
Ich habe früh erlebt, wie es ist, nicht dazuzugehören.
Und ich habe Augenblicke erlebt,
in denen vieles bereits entschieden schien
und das Leben dennoch eine andere Richtung nahm.
Wie leicht ein Mensch beginnt,
sich selbst nur noch durch das zu sehen, was fehlt.
Durch das, was andere für möglich halten.
Oder nicht mehr für möglich halten.
Damals hätte ich das nicht den Anfang genannt.
Heute weiß ich:
Genau dort habe ich gelernt,
Menschen anders zu sehen.
Und das Leben auch.
DIE FRAGE, DIE GEBLIEBEN IST
"Ein Hoffnungsschenker und
Herzensmensch..."
Ciara, 14 Jahre und Nika, 17 Jahre
Teilnehmerinnen nach einem Workshop


Mit der Zeit habe ich etwas erkannt:
Nicht alles beginnt mit einer Antwort.
Manchmal beginnt es in einem einzigen Moment.
Ein Mensch muss nicht erklären, wer er sein soll.
Er kann ehrlich sein, ohne sich rechtfertigen zu müssen.
Und nicht auf alles muss sofort eine Antwort folgen.
Dort kann Vertrauen entstehen.
Nicht als Ziel.
Sondern als Anfang.
DER MOMENT DAVOR
BEYOND THE STORY YOU BELIEVE
Manche Begegnungen machen erfahrbar, was im eigenen Inneren längst selbstverständlich geworden ist.
Gedanken. Zweifel. Innere Geschichten. Geschichten, die ein Mensch irgendwann mit sich selbst verwechselt.
In diesen Begegnungen geht es nicht darum, Antworten vorzugeben.
Sondern um einen Augenblick, in dem die eigene Geschichte nicht länger bestimmt,
wer ein Mensch sein kann.
Einen Augenblick, in dem er sich selbst neu erleben kann. Nicht, weil sich sein Leben in diesem
Moment verändert. Sondern weil sich verändert, was er über sich selbst für möglich hält.
Vielleicht beginnt genau dort eine andere Geschichte.
Nicht gegen die Vergangenheit.
Sondern über sie hinaus.
